Wirtschaft

Die Wirtschaftskammer Tirol hat ein 10 Punkte umfassendes Lösungs-Programm zur Verbesserung der Rahmenbedingungen und Sicherung des Standortes für die nächste Legislaturperiode präsentiert. „Wir wollen etwas Gutes noch um einen Zacken besser machen“, erklärt WK-Präsident Jürgen Bodenseer den Antrieb für die Erstellung des Programms „Unternehmen Tirol“.

 

„Wenn Tirol heute in vielen Rankings und Statistiken besser dasteht als andere Bundesländer oder EU-Regionen, wenn in den letzten fünf Jahren Rahmenbedingungen für die Unternehmen und das Unternehmertum verbessert wurden, die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft gestellt, neue Arbeitsplätze geschaffen und der Wohlstand in Tirol gesteigert werden konnte, dann geht das in sehr vielen Fällen auf Ideen, Forderungen und Initiativen der Wirtschaftskammer Tirol zurück“, hält Jürgen Bodenseer, Präsident der Wirtschaftskammer Tirol, anlässlich der Präsentation des Lösungs-Programms „Unternehmen Tirol“ fest.

 

„Wer aufhört besser zu werden, der hat aufgehört, gut zu sein“, lautet das Motto von Präsident Bodenseer, der in diesem Zusammenhang an die umgesetzten Forderungen einkommensunabhängige Sanierung, die Reformierung der Bauordnung, Investitionen in die Bildung wie die Chemie HTL in Kramsach, Lehre und Matura oder die Höhere Duale Schule sowie die Breitband Initiative, den Kriterienkatalog Wasserkraft, die neue EKZ-Regelung uvam. erinnert.

 

Heute besser zu sein als andere Regionen, das kann nicht unser Maßstab für die Zukunft sein. „Tirol kann mehr, sehr viel mehr“, sagt Bodenseer, „und wir müssen uns in Zukunft auch mehr anstrengen, um Arbeitsplätze und Wohlstand auf so hohem Niveau halten zu können.“

 

Die 40.000 Tiroler Unternehmen – vom Ein-Personen-Unternehmen bis zum Global Player - kennen ihr Land, ihre Gemeinde, ihre Mitarbeiter und Kunden. „In unserem zehn Punkte umfassenden Lösungs-Programm für die wichtigsten politischen und wirtschaftspolitischen Herausforderungen der Zukunft und ein noch besseres Tirol steckt viel Arbeit und viel Wissen aus der Praxis“, sagt Präsident Bodenseer. Sozusagen als Feedback aus dem Unternehmertum gibt die Wirtschaftskammer dieses Lösungs-Programm den Vertretern der Landespolitik mit in die neue Legislaturperiode. Der Katalog umfasst ein Lösungs-Programm, das aus allen sieben Sparten der WK Tirol zusammengestellt wurde und wird allen wahlwerbenden Gruppen im Vorfeld der Landtagswahl zugestellt. Damit sind alle eingeladen, gemeinsam daran zu arbeiten. "Wir bleiben am Ball und schauen uns an, wie einzelne Lösungsvorschläge umgesetzt werden", erklärt Bodenseer.

 

Das Programm „Unternehmen Tirol“ umfasst die Kapitel Verwaltung vereinfachen und Bürokratie abbauen, Bildungssystem reformieren und Lehre stärken, Verkehrswirtschaft entlasten und Infrastruktur ausbauen, Innovationen fördern und F&E-Chancen nutzen, Ressourcen schonen und Erneuerbare Energien forcieren, Tourismuswirtschaft stärken und „Marke Tirol“ klar positionieren, Tirols Bauwirtschaft stärken – leistbares Wohnen fördern, Zukunftsbranchen entwickeln und Internationalisierung forcieren, Tirol sozial und leistungsstark gestalten, Ortskerne stärken und Nahversorgung sichern.

 

„In den letzten Jahren sind auch in Tirol durchaus Dinge passiert, die unserem Standort und unserer Zukunft geschadet haben“, hält Präsident Bodenseer fest und verweist etwa auf die Verkehrsproblematik. "Wir sprechen hier aber nicht von Problemen, wir präsentieren Lösungen für Herausforderungen. Und davon verstehen wir etwas. Ich kann deshalb den wahlwerbenden Gruppen nur wärmstens empfehlen, sich unser Lösungs-Programm für die Zukunft Tirols sehr genau anzusehen. Denn auch wenn ich mich wiederhole: Tirol kann mehr, deutlich mehr! Und wir wollen und können mithelfen, dass Tirol in fünf Jahren deutlich besser dasteht als heute.“

 

Auszüge aus dem Lösungs-Programm „Unternehmen Tirol“

 

Als Beispiel für den Hemmschuh Bürokratie nennt Präsident Bodenseer die Verfahrensdauer bei Betriebsanlagenverfahren. „Da sind wir schon heute gut unterwegs, ein Verfahren darf künftig nicht mehr länger als ein Monat dauern“, fordert der WK-Präsident. Piz Val Gronda oder der Golfplatz Axams sind darüber hinaus sehr gute Beispiele, wie Verfahren nicht ablaufen sollten. „Sonst“, so Bodenseer, „wird man sich in Zukunft jede weitere Investition in Tirol gründlich überlegen.“ Vereinfachungen verlangt Bodenseer auch für den Förderdschungel, der für Klein- und Mittelbetriebe kaum mehr zu durchblicken ist. Gleichzeitig sollte die Arbeit der kleinen Unternehmen künftig durch Pauschalierungen unbürokratischer und effizienter ablaufen können.

 

Auch beim Zugpferd Tourismus ist die nächste Landesregierung gefordert. „Wir feiern Nächtigungsrekorde, unser Tourismus befindet sich aber in einer Umbruchphase“, hält der WK-Präsident fest. Die nächste Landesregierung muss deshalb auch die Voraussetzungen für den Ausstieg schaffen. Bodenseer erklärt: „Die Raumordnung muss die weiterführende Nutzung von Tourismusbetrieben als Mitarbeiterwohnheim, als Seniorenheim oder die Umwidmung zu Wohnungen zulassen.“

 

Für jede Tirolerin und jeden Tiroler werden pro Tag 190 Kilogramm an Gütern befördert. 12 Millionen Fahrzeuge, davon aber nur 2 Millionen Lkw, queren jedes Jahr den Brenner. Die Bahn transportiert 14 Millionen Nettotonnen über die Brennerachse, durch die gesamte Schweiz sind es im Verhältnis nur 20 Millionen Tonnen. Zahlen, die den Stellenwert des Verkehrs für Tirol eindrucksvoll unterstreichen. „Wer Wohlstand will, der braucht Verkehr“, bringt es Gottfried Strobl, Obmann der Sparte Transport & Verkehr, auf den Punkt. Die aktuelle Verkehrspolitik bringt aber nicht nur die heimische Wirtschaft und Verkehrswirtschaft in Gefahr, sondern in weiterer Folge auch den Wohlstand der Tirolerinnen und Tiroler.

 

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